Psychomotorische Praxis Aucouturier

Die Psychomotorische Praxis Aucouturier ist ein präventiver und therapeutischer Ansatz mit entwicklungspsychologischen und tiefenpsychologischen Grundlagen. Die psychomotorische Therapie unterstützt die psychische Reife des Kindes über den Körper und die Bewegung. Die Bewegung des Kindes wird als Ausdruck seiner frühen affektiven Geschichte gesehen. Die Entwicklung und Reifung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes wird in seinen emotionalen, motorischen und kognitiven Aspekten unterstützt.

Der geschützte Rahmen bietet dem Kind Sicherheit. Hierzu gehören ein fester Termin in der Woche, ein vorbereiteter Raum und der Empfang durch eine freundliche und kompetente Psychomotoriktherapeutin.

Wir wollen mit den positiven Seiten des Kindes arbeiten, wir interessieren uns für das, was es zu tun vermag und nicht für das, was es nicht kann. Das beste Mittel, dem Kind zu helfen, seine Schwierigkeiten zu überwinden, ist, es sie vergessen zu lassen.

Bernard Aucouturier

Der Psychomotorikraum eröffnet dem Kind einen Handlungsspielraum, der es zum Spielen einlädt und ihm einen ganzheitlichen Ausdruck ermöglicht. Die drei Bereiche im Raum helfen dem Kind, die affektiv-emotionalen, motorischen und kognitiven Aspekte seiner Persönlichkeit auf seinem Niveau zu entfalten.

 

 

1. Im sensomotorischen Bereich bietet sich die Möglichkeit der Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrung, die auf sehr frühen Erfahrungen beruht.

 

2. Der symbolische Bereich regt über sein nicht-gegenständliches Material die Phantasie an und lädt zu symbolischen Spielen ein, die Erfahrungen aus der frühen Kindheit repräsentieren.

 

3. Der konstruktive Bereich kann eine Dezentrierung des Kindes von seinem rein tonisch-emotionalen Erleben ermöglichen und so die kognitive Reife fördern.

Der Haltung und Handlungsweise des Psychomotoriktherapeuten kommt eine besondere Bedeutung zu. Wesentlich ist die Offenheit für die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes, die oft aus einer sehr frühen Zeit stammen. Nicht die Psychomotorikerin plant die Stunde, sondern das Kind gestaltet die Stunde mit für sich selbst bedeutungsvollen Inhalten.


In einer vertrauensvollen Beziehung zur Psychomotorikerin kann das Kind seine Identität ausbilden und sich so stabilisieren. Anspannungen dürfen sich lösen, der Körper des Kindes findet zurück zu seinem inneren Gleichgewicht.

Erstarrungen und Ängste können überwunden werden.